Wunder by R.J. Palacio

Wunder by R.J. Palacio

Author:R.J. Palacio [Palacio, R.J.]
Language: deu
Format: epub
Tags: Roman/Bellestrik/Historik
Publisher: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Published: 2013-01-27T23:00:00+00:00


Partner

Ich bekam nichts von dem mit, was Miss Rubin anschließend sagte. Blah blah blah. Neues Projekt: Naturwissenschafts-Tag. Blah Blah Blah. Partner. Blah Blah. Es war so, wie die Erwachsenen in Charlie-Brown-Filmen reden. Als wären sie unter Wasser: Mwahh-mwah-mwahhahmma mawahhaw mwahh.

Dann fing Miss Rubin plötzlich an, auf Schüler in der Klasse zu zeigen. »Reid und Tristan, Maya und Max, Charlotte und Ximena, August und Jack.« Als sie das sagte, zeigte sie auf uns. »Miles und Amos, Julian und Henry, Savanna und …« Den Rest hörte ich nicht mehr.

»Häh?«, sagte ich.

Es läutete.

»Also, vergesst nicht, euch mit eurem Partner zusammenzusetzen und euch ein Projekt von der Liste auszusuchen, Leute!«, sagte Miss Rubin, als alle ihre Sachen zusammenpackten. Ich schaute August an, aber er hatte bereits seinen Rucksack aufgesetzt und war praktisch schon zur Tür hinaus.

Ich muss ein ziemlich dummes Gesicht gemacht haben, denn Julian kam herüber und sagte: »Sieht aus, als wären du und dein bester Kumpel Partner.« Er feixte, während er das sagte. In diesem Moment hasste ich ihn so sehr.

»Hallo? Erde an Jack Will?«, sagte er, als ich ihm nicht antwortete.

»Halt die Klappe, Julian.« Ich steckte meinen Schnellhefter in meinen Rucksack und wollte nur weg von ihm.

»Das muss dich ja fertigmachen, dass du so an dem kleben bleibst«, sagte er. »Du solltest Miss Rubin sagen, dass du den Partner mit jemandem tauschen willst. Ich wette, sie erlaubt das.«

»Nein, würde sie nicht«, sagte ich.

»Frag sie.«

»Nein, will ich nicht.«

»Miss Rubin?«, rief Julian, drehte sich um und hob gleichzeitig die Hand.

Miss Rubin wischte vorn mit dem Schwamm die Tafel sauber. Sie drehte sich um, als sie ihren Namen hörte.

»Nein, Julian!«, zischte ich.

»Was ist denn, Jungs?«, fragte sie ungeduldig.

»Dürfen wir die Partner tauschen, wenn wir wollen?«, fragte Julian mit Unschuldsmiene. »Jack und ich hatten schon diese Idee für den Naturwissenschafts-Tag, an der wir gern zusammen arbeiten würden …«

»Na ja, ich denke, das ließe sich arrangieren …«, fing sie an.

»Nein, es ist okay, Miss Rubin«, sagte ich rasch und ging zur Tür. »Bye!«

Julian rannte hinter mir her.

»Warum hast du das gemacht?«, fragte er, als er mich an der Treppe eingeholt hatte. »Wir hätten Partner sein können. Du musst nicht mit der Missgeburt befreundet sein, wenn du nicht willst, weißt du …«

Und das war der Moment, in dem ich ihm eine reinhaute. Direkt auf den Mund.



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